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Dies ist die Geschichte meiner großen Leidenschaft für Motorräder aus Mandello del Lario, Lago di Como, Italia - "Moto Guzzi" - und dem traurigen Fanal.
V65 SP
Meine erste Guzzi war eine V65 SP. Das war so um 1987. Handlich und zuverlässig war sie.
California 2
So um 1989/90 war es dann Zeit für etwas größeres. Kreuz und quer durch Europa war der Plan. Für viele Jahre durch Studium und erste Berufsjahre hat mich meine Cali begleitet.
Ein wirklich perfektes Reisemotorrad. Der Auftritt auf unseren Reisen zu Zweit war immer recht spektakulär.
Bei ca. 50.000km war es Zeit für eine Generalüberholung. Und eine neue Lackierung war angebracht.
Das Mercedes-Benz Carrara-Grau sollte es sein
(Spötter fragten mich damals nach dem Sinn einer Zinkgrundierung in Hochglanz - dabei war ich der Zeit einfach nur 35 Jahre voraus...).
Und damit es meine Liebste auch etwas gemütlicher hat auf unseren Reisen kam dann noch ein Beiwagen dazu (ein russischer Jupiter Stahlbeiwagen - allerdings habe ich den nach 2 Jahren wieder abgeschafft -
es fährt sich dann doch etwas unhandlich um ehrlich zu sein).
Nicht für möglich gehalten aber doch passiert: mit dem zweiten Kind, arbeitsintensiven Beschäftigungen, Kosten für Zweitwagen, "Nestbau" etc. etc. war für einige Jahre erstmal Schluß mit Motorrad...
1000 SP
Wir schreiben das Jahr 2019. Ganz ohne Guzzi geht es dann doch nicht. Große Motorradreisen habe ich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr auf dem Zettel also etwas Schönes für's umme Ecke fahren ist gefragt.
Bei einem Händler entdecke ich eine schon abgespeckte 1000 SP die ich mir noch nach eigenen Vorstellungen weiter in Richtung Cafe-Racer umbaue.


Hier ein bisschen was für die Ohren:
erster Start beim Aufbau
...fertig!
V85 TT
2022. Irgendwie reizt es mich dann doch noch, mit Gepäck und etwas komfortabler durch die Weltgeschichte fahren zu können.
Es geht auch auf die arbeitsfreie Zeit zu, Altersteilzeit und Rente winken. Und da taucht genau rechtzeitig die V85 TT auf. Mein erster Motorrad Neukauf!
Altersgerecht will ich das Schrauben, wenn überhaupt nötig, dem Händler (italmoto.de) überlassen.
Zu Beginn 2025 beginnt die passive Phase der Altersteilzeit - endlich ausreichend Zeit! Meine erste große Tour führt mich über Österreich, die Alpen nach Italien in die Toskana und zurück über die Schweiz.
Juli 2025 - 10.000km Inspektion - und das Drama beginnt...
Was ist passiert? Bei der Übergabe zur Inspektion habe ich auf Motorgeräusche aufmerksam gemacht, die sich mit der Zeit (ohne besondere Vorkommnisse) eingestellt haben.
Kommentar vom Händler: da stellen wir die Ventile ein, dann ist das vermutlich weg. Nach der Inspektion (600€): die Geräusche sind noch da.
Wenn das geklärt werden soll, muss der Motor raus und zerlegt werden. Und dann die finale Diagnose "Kolbenkipper und Schmierunterbrechung".
Mai 2026: seit Ende September 2025 fährt sie wieder aber auf dem Weg dahin und auch bis in dieses Jahr hinein war es eine lange, frustrierende Geschichte.
Die lange Version habe ich wieder auskommentiert, hier die Kurzfassung:
- 4000€ Schaden und Austauschmotor
- Garantie (4 Jahre) zieht nicht da die 24 Monatsinspektion nicht fristgerecht erledigt wurde
- Auch keine kulante Übernahme des Schadens seitens Händler oder Piaggio
- Intransparenz beim Händler (keine Schadenbegutachtung vor Auftragserteilung ermöglicht)
- Schlimme Kommunikation mit dem Händler und auch Piaggio
Mein Fazit: ich schraube wieder selbst, meide insbesondere den Händler (italmoto.de) und
teile die eher schlechte Erfahrung mit Piaggio über die zu lesen ist. Und eine weitere Moto Guzzi wird es nicht mehr geben. Schade.
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