Und ein weiteres Experiment auf dem Weg zur möglichen Selbstversorgung: Getreide anbauen, in diesem Fall Gerste (Sommergerste Sorte Lexy).

Gemeinhin wird mir berichtet, dass das Verhältnis von Aufwand zu Nutzen in Sachen Getreideanbau im gärtnerischen Rahmen eher mies ist. Auch ist die Wahrscheinlichkeit, zum Brauen geeignetes Getreide in unseren Gefilden hinzubekommen (insbesondere hinsichtlich Rohproteingehalt), nicht so hoch.

Aber egal, Versuch macht kluch... Im offenen Bücherschrank finde ich ein Exemplar "Der praktische Landwirt" von 1978, da findet sich Grundsätzliches zum Thema. Und auf dem Acker, wo auch schon der Hopfen wächst, kann ich auch ein kleines Versuchsbeet (~100m²) anlegen. Von der Braugerste aus dem letzten Jahr für die Malzexperimente habe ich noch einiges über, am Saatgut soll's nicht scheitern. Mit Rat und Tat stehen mir auch Jens und Ike (the Acker-Owner) zur Seite - was kann schon schief gehen, also los. Das Ziel sind 25kg!

Februar 2026: erstmal das Beet freilegen, der Mulch muss an die Seite


Anfang März 2026: den Boden aufarbeiten und lockern, schön mit der Monsterfräse...


Mitte März 2026: das Beet für die Aussaat vorbereiten (schleppen und mit der Hacke die Saatreihen definieren) und die Gerste säen.



Mitte April 2026: die Gerste ist raus!
Und der Profi sieht sofort: da wurde aber nicht richtig ausgesät. Anstatt immer schön ein Korn nach dem nächsten mit etwas Abstand gab's Häufchen mit etwas mehr Abstand.
Beim nächsten Mal doch die Bedienungsanleitung vernünftig lesen (oder jemanden fragen der sich auskennt), wie man mit dem Gerät anstatt Dippelsaat eine Einzelkornsaat hinbekommt.
Aber erstmal egal, Hauptsache es wächst - das wird schon.


Anfang Mai 2026: zum ersten Mal Unkraut entfernen. Die Idee ist, das mit der Hacke zu erledigen.
Das sieht dann so aus, dass Jens auf dem Trecker langsam gerade in der Spur fährt und ich händisch die Hacke nachführe falls die Reihe nicht ganz gerade läuft.

Tatsächlich ist mir das Ganze einige Male etwas aus dem Ruder gelaufen und leichter Kollateralschaden ist entstanden :-( .
Die nächste Runde Krauten versuche ich dann mal händisch - mal sehn, wie viel aufwändiger das ist - ist ja nur ein kleines Beet...


Ende Mai 2026: ein HOCH! auf die mechanisierte Landwirtschaft. Zum ersten Mal Unkraut per Hand entfernt. Ziemlich mühselig muss ich sagen. Jetzt warten wir erstmal ab, wie sich der Wuchs Gerste versus Kraut weiter entwickelt. Falls noch eine weitere Runde Krauten ansteht, wägen wir Aufwand zu Kolleteralschäden dann nochmal ab.


... Fortsetzung folgt...